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Es werden Posts vom November, 2019 angezeigt.

Balkenroutine

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Wie unsere Balken entstehen und warum Wenn man uns so dabei zusieht, wie wir unsere Balken für den neuen Speicher machen, fragt man sich unweigerlich: wieso um alles in der Welt machen die das?  Wir wollen einige der Fragen, die uns schon dabei gestellt worden sind, beantworten. Frage Nummer eins war oft: wieso sägt ihr nicht einfach Kantbalken im Sägewerk und fahrt dann einfach mit Eurem "Monster" ratz-fatz mal drüber und fertig ist die Sache. Die Antwort darauf ist : wenn wir Kantbalken sägen, werden sie komplett gerade. Wir müssten Krümmungen künstlich hineinarbeiten. Dat sieht nich aus (norddeutscher Slang). Wir streben ein kantiges Profil an, gehen aber mit dem Wuchs. D. h. die natürliche Krümmung und der "Schwung" des Stammes bleiben so weit ertragbar erhalten. Auch mancher Knast bleibt erhaben. Frage Nummer zwei war gelegentlich: warum macht ihr sie überhaupt kantig? Wieso nehmt ihr nicht einfach die runden Stämme im richtigen Querschnit...

Eisenzeithaus Venne - Speicher oder was?

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Unser neues Projekt nennen wir einfach "Speicher". Obwohl wir eigentlich gar keinen "klassischen" Speicher bauen. Aber wie kommmt das eigentlich? Wir wollen euch ein bißchen auf dem Weg zu unserem neuen Gebäude mitnehmen. Da gehört natürlich auch der eigentümliche Gedankengang dazu, der letztlich zu dieser Wahl geführt hat. Zu eigentlich jeder eisenzeitlichen Siedlung hier im Nordwesten gehörte neben dem großen Haupthaus, das als Wohnstallhaus zugleich Stallungen für das Vieh, aber auch den eigentlichen Wohnbereich mit Feuerstelle besaß, auch eine Anzahl kleinerer Nebengebäude, wie Schuppen, Werkstätten, kleinere Stallungen und einfache Unterstände. Zu den vermutlich wichtigsten Nebengebäuden gehörten die sogenannten Speicher. Man stellt sich solche Speicher als auf erhöht liegenden Plattformen errichtete Bauten oder als Gebäude mit lediglich erhöhtem Lagerboden vor. Sie dienten vermutlich zur Unterbringung von Dingen, die auf keinen Fall feucht werden durfte...

Es geht voran!

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Heute war ein guter Tag! Um 8 Uhr in der Früh heizten wir den Holzofen in der Werkstatt neben der Halle an, und nach wenigen Minuten brodelte schon das Wasser auf dem Kocher, während es draußen kalt und diesig war. Der Duft von frischem Kaffee weckte Sekunden später unsere Lebensgeister. Bisher waren irgendwie nur unsere Körper eingetroffen. Aber nun fiel der Schlaf von uns ab und uns wurde bewußt, was wir in den vergangenen drei Wochen schon so alles geschafft haben. Die allerersten Rohlinge haben wir ja schon vor der "großen" Holzlieferung gefertigt. Und auch bereits allerhand Spaß gehabt. Beim Ausprobieren von Techniken, was man alles mit einem Fällheber so anstellen kann, Logistik-Tests mit Flaschenzügen, Böcken, beim hin- und her Gekarre der ersten gelieferten Stämme. Und wir haben viel nachgedacht, über unser Rohmaterial und ob das alles überhaupt vernünftig ist in unserer Zeit knapper werdender Ressourcen. Nun sehen wir so langsam Land. Wenn alles so saugut weiterläu...

Von Bäumen und Menschen

Es ist Sonntag. Und an Sonntagen macht man keinen Krach. Jedenfalls nicht mit Motorsägen. Zeit, mal darüber nachzudenken, was wir in den letzten Tagen eigentlich so gemacht haben . So viele schöne Eichenstämme! Wie viele Bäume sind gefällt worden dafür. Und wir rücken ihnen nun mit lauten und aggressiven Geräten zu Leibe . Aufmerksamen Leserinnen und Lesern des gestrigen Posts - es schwang dort zwischen den Zeilen ja schon irgendwie mit - wird wohl nicht entgangen sein, daß wir uns sehr bewußt sind, daß wir es mit besonderem Material zu tun haben, das von Bäumen stammt, von denen die ältesten ein ganzes Jahrhundert erlebt haben. Wenn wir die Schnittfläche der Stämme betrachten, können wir die Jahresringe sehen und sie zählen. Die Jahresringe eines Baumes sind sein Tagebuch. Hier schreibt der Baum sein ganzes Leben auf. Er hat ja keinen Mund und keine Stimmbänder und kann uns nicht mit Worten erzählen, wie es ihm ergangen ist. Aber wir können in seinem Tagebuch lesen. Der F...

Eisenzeithaus Venne - Die ersten Arbeiten am neuen experimentellen 15-Pfosten-Bau

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Am Anfang stand ein undeutlicher Plan. Ein archäologischer Baubefund mit 15 Pfostengruben , die in fünf hintereinanderliegenden Dreiergruppen angeordnet waren, wird zur Grundlage eines Nutzgebäudes. Ein schmales, aber langes und sehr "pfostenreiches" Gebäude wird es werden. Es muß, damit es für die beabsichtigte Nutzung geeignet ist, allerdings zwingend ebenerdig werden. Die große Anzahl Pfosten auf kleiner Fläche gibt jedoch Anlaß zu Vermutungen, daß sie eine Art Plattform trugen, auf der sich ein erhöht angelegter Speicher befand.  Zunächst "spielten" wir mit den Neigungswinkeln des Satteldaches. Die Wahl fiel auf einen 45° Winkel. Vom Mittelpfostenprinzip trennten wir uns zugunsten einer anderen Konstruktion, die zeigen würde, daß gelegentlich auch ein scheinbar zweischiffiger Befund mit Mittelpfostenreihe einen Doppelpfostenbau bedeuten könnte, bei dem zwei Pfostenreihen das Dach tragen. Experimentelle Archäologie ist immer irgendwie das...